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Google Mobile-First Indexing – 11 Mobile SEO Tipps

Google führt Mobile-First Indexing ein. Wir verraten dir 11 Tipps, wie du SEO für mobile Endgeräte perfektionieren kannst.

Autor: Sami Gashi
Datum: 08.02.2021
Lesezeit: ca. 7 Minuten

Einst war die Webseiten-Optimierung für mobile Endgeräte für Unternehmer und Webdesigner lediglich ein sogenannter “Pluspunkt”. Weder Marketingleiter noch Webseitenbetreiber schenkten der Notwendigkeit der mobilen Seitengestaltung Beachtung. Das ging so lange, bis Google die Ranking-Regeln schlagartig änderte. Im April 2015 war Mobile SEO keine freiwillige Zusatzleistung von Internetauftritten, sondern eine notwendige Bedingung – um weit oben im Ranking zu landen. Plötzlich genoss der Begriff Mobile Friendliness einen anderen Ruf. Ab diesem Zeitpunkt diente dieses Begriffsduo als offizieller Rankingfaktor für Suchergebnisseiten der mobilen Endgeräte. Ebenso vermittelte die neue Rankingbedingung eine versteckte Botschaft: Mobile SEO ist Gegenwart und Zukunft zugleich. Sensible und aufmerksame SEO-Experten haben die Wichtigkeit dieser Trendwende schon damals erkannt. Deshalb passten sie ihre Seiten an die Mobile First Indexierung von Google an. Auf diese Weise sammelten sie zudem Erfahrung, welche sie mittlerweile in Form von Tipps weitergeben. OneLine zählt zu diesen Fachexperten und fasst in diesem Blogbeitrag die Top Eleven zusammen.

Wofür steht der Begriff Mobile Friendliness?

In die Kategorie mobile-friendly fallen Seiten, welche den Nutzern uneingeschränkt auf mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen. Ob ein Internetauftritt mit einem Mobilgerät kompatibel ist, entscheiden unterschiedliche Aspekte. Zu diesen gehört beispielsweise die Antwort auf die Frage, ob User die Webseitentexte lesen können, ohne diese zu zoomen. Ebenso passt sich der Content automatisch an den jeweiligen Bildschirm an; scrollen müssen die Nutzer deshalb nicht mehr. Buttons und Links lassen sich perfekt anklicken, weil sie über eine ideale Grösse und Platzierung verfügen.

Software-Werkzeuge, welche das optimale Laden der Seite behindern, sind unerwünscht. Mobile-friendly fungiert jedoch im Jahre 2021 nicht mehr lediglich als Begriff, sondern als Pflicht. Zumindest für diejenigen, die sich einen Platz weit oben im Google-Ranking wünschen. Deshalb weist OneLine auf die Top Eleven für eine gute Mobile First Indexierung hin. Eine optimale, mobile Webseitenoptimierung setzt zudem an unterschiedlichen Webseitenbereichen an. Ferner beziehen sich die Ratschläge auf technische Gegebenheiten und den Content des Internetauftritts.

1. Der Content der Webseite ist idealerweise für den Googlebot zugänglich

Mobile Webseiten schneiden bei einem Google-Ranking bestens ab, wenn der Googlebot diese vollständig indiziert und crawlt. Dabei dient die robots.txt-Datei als gute Anweisungshilfe, weil sie dem Googlebot Informationen für das Crawlen einer Webseite liefert. Erfahrene Webdesigner formulieren die Hinweise geschickt, weshalb keine Blockierung von Inhalten passiert. Denn diese verursacht negative Folgen: Es findet keine fehlerfreie Interpretation von CSS- oder JavaScript Dateien statt. Laut OneLine achten Marketingverantwortliche auf die Bilder: diese crawlt und indiziert der Bot mühelos. Nach einem umfassenden Crawling entscheidet er darüber, ob ein Internetauftritt den Anforderungen eines Mobilgeräts entspricht oder nicht.

2. Periodische Analysen erhöhen den Erfolg von Mobile SEO

Die Google-Updates legen nahe, wie wichtig regelmässige Kontrollen sind. Periodische Analysen und die Messung von Erfolgskennzahlen stellen eine unverzichtbare Vorgehensweise dar. Verweildauer, Bounce Rate und CTR. Diese drei Begriffe sind mehr als nur Worte. Als Messindikator für den Erfolg einer Webseite agiert das Trio. Sofern die drei eine sinkende Tendenz aufweisen, liegt möglicherweise ein fehlerhaftes Webdesign vor. Ebenso verursachen unbefriedigende Weiterleitungen sowie langsame Ladezeiten Verschlechterungen. Sämtliche Mängel wirken sich negativ auf das mobile Ranking aus. Deshalb agiert die Search Console von Google als sinnvolle Unterstützung. Kostenlos. Ebenso fungiert Google Analytics als Hilfe. Für die Kontrolle der Ladgeschwindigkeit eines Internetauftritts lohnt sich die Nutzung des Google Tools namens Page Speed. Marketingleiter, die diese Tipps beherzigen, sind auf dem richtigen Weg – nach oben.

3. Kurze Ladezeiten erhöhen den Ranking-Erfolg

Für mobile Endgeräte steht die Ladezeit für den Erfolg eines Onlineauftritts. Weshalb? – Ganz einfach: Weil User eine Seite verlassen. Sie springen ab, sofern sie lange auf den Content warten müssen. Fatal. Für den Webseitenbetreiber. Ärgerlich. Für die User. Gibt es weitere Gründe, weshalb die Ladegeschwindigkeit eine zentrale Rolle für ein erfolgreiches Google Mobile First Indexing spielt? – Ja. Warum? Weil Hardware- sowie Konnektivitätsprobleme einen wichtigeren Platz für mobile User einnehmen als für Desktop-Nutzer. Deshalb optimieren Experten ihre Bilder. Wohingegen sie ihren Code minimieren. Zudem zählen sie auf das Browser-Caching und reduzieren Weiterleitungen. Die genannten Tipps sind zwar selbstverständlich, dennoch neigt eine grosse Mehrheit dazu, diese zu vernachlässigen. Spätestens bei der mobilen Webseitenoptimierung rächt sich jedoch die Vernachlässigung der genannten Faktoren.

4. Titel und Metabeschreibungen optimieren – für ein besseres Google Mobile-First Indexing

Worin liegt der entscheidende Unterschied zwischen einem mobilen Endgerät und einem Desktop? Im Bildschirm. Bei den mobilen Webseiten-Versionen steht den Nutzern und Designern eine kleinere Bildschirmgrösse zur Verfügung. Deshalb zahlt sich eine Anpassung an die mobile Seitenversion aus. URLs, Titel und Meta-Beschreibungen sind kurz, prägnant und dennoch informativ. Idealerweise bleibt die Qualität des Informationsgehalts erhalten. Ein weiterer Grund, der kurze und knackige Überschriften fordert, nennt sich Zeit. Heutzutage ist Zeit ein knappes Gut. Leser überfliegen eine Webseiten-Information zuerst: die Titel. Anhand von dieser entscheiden sie, ob sie auf der Seite verweilen oder nicht. Deshalb vernachlässigen verantwortungsbewusste Webdesigner niemals Metabeschreibungen und Überschriften sowie zwischen Überschriften. Auch diese Optimierung zählt zu den wesentlichen Bestandteilen des Mobile SEO.

5. Die unterschätzte Wirkung des Mobile Testing Tools

Kommt der Nutzer auf der mobilen Seitenversion mühelos zurecht? Webmaster beantworten sich diese Fragen, indem sie die URL der jeweiligen Seite angeben. Anschliessend schauen sie sich das Resultat an. In weniger als einer Minute testet das Tool sämtliche Weiterleitungen. Des Weiteren erhalten Webmaster das Testergebnis als Screenshot. Praktisch, oder? Das menschliche Gehirn arbeitet mit Bildern. Wie clever Google vorgeht, beweist dieses Ergebnis. Marketingverantwortliche sehen dann, wie die Webseite für die Suchmaschine auf mobilen Endgeräten aussieht. Zudem erhalten sie sämtliche Probleme, welche das Tool gefunden hat samt Nutzererfahrung auf mobilen Endgeräten. Dabei handelt es sich um Herausforderungen, die aus einem mobilen Endgerät mit einem kleinen Bildschirm resultieren. Insbesondere kleine Schriftgrössen zählen dazu.

6. Desktop- und Mobile-Content weisen keine Unterschiede auf

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Experten bieten ihren Besuchern eine identische Mobil- und Desktop-Version. Ansonsten ist der primäre Content, mit welchem Webmaster ranken wollen, gleichwertig mit der Desktop-Variante. Schliesslich nutzt Google lediglich den Webseiten-Inhalt, den die mobile Variante anzeigt für die Suche und das Indexing. Achtung: Webdesigner, welche die Absicht verfolgen, ihre mobilen Seiten mit weniger Content auszustatten als die Desktop-Variante laufen Gefahr, weniger Traffic zu generieren. Sofern sie die Google Mobile First Indexierung aktiviert haben. Dadurch ist die Suchmaschine nicht mehr in der Lage, den gesamten Inhalt zu präsentieren.

7. Der wenig bekannte Effekt der Bilder

Kurze Ladezeiten stehen für ein schnelles Laden des Website-Contents und der Bilder. Daneben spielt die Erkennbarkeit des Contents eine wichtige Rolle. Experten nutzen ein Bildbearbeitungsprogramm. Ehe sie ihre Bilder in die Welt hinausschicken, verkleinern sie die Ansicht. Dabei reduzieren sie diese auf die Display-Grösse eines Smartphones. Somit sehen sie schon vorher, wie das Bild im Mini-Format aussieht. Auch die Frage, ob das Hauptmotiv über eine ausreichende Grösse verfügt, beantworten Webmaster dank dieser Vorgehensweise gewissenhaft. Details? – Gut erkennbar. Falls das zutrifft, schmücken die Bilder die mobile Webseite. Da User ihre mobilen Endgeräte – insbesondere Smartphones – draussen nutzen, treten des Öfteren deplatzierte Spiegelungen auf. Allerdings wirken kontrastreiche Bilder einem unerwünschten Spiegeleffekt wirksam entgegen.

8. Das Geheimnis von Long-Tail-Keywords

Sie sind nicht in Vergessenheit geraten. OneLine betont, auf welcher Keyword-Variante der Fokus beim Mobile SEO liegt. Bei den Suchanfragen setzten sich Short-Tail- und Long-Tail-Keywords durch. Die Letzteren kommen bei den Nutzern seltener zum Einsatz, aber sie zeichnen sich durch einen wichtigen Vorteil gegenüber der Short-Tail-Variante aus: “Gefütterte, schneeabweisende Damenboots für den Winter”. Auf den ersten Blick erscheint diese Kombination sehr speziell. Das stimmt. Dennoch merzt sie die Kurz-Tail-Variante aus, weil User von unspezifischen Keywords abspringen. Es kommt weniger zu einem Seitenaufruf und noch seltener zu einem Abschluss. Überbegriffe sollten bei der mobilen Webseitenversion eine Rarität darstellen. Selbstverständlich brauchen Webmaster, ihre Keywords keineswegs komplett umzustellen. Stattdessen liegen sie richtig, indem sie Schlüsselbegriffe nutzen, welche ihre Marke, ihr Image und ihr Produkt präsentieren. Dadurch generieren sie eine grössere Reichweite. Genau darin liegt das Ziel des Google Mobile First Indexing. Im Zweifelsfall liegen Marketingverantwortliche mit der Long-Tail-Nutzung richtig.

Eine Mehrheit ist sich noch nicht darüber im Klaren, weshalb die mobile Suchmaschinenoptimierung höhere Ansprüche an eine Webseite darstellt als klassische SEO-Massnahmen. Bei der Desktop-Variante waren Unternehmen glücklich, wenn sie unter den Top Ten im Suchmaschinen-Ranking landeten. Bei einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone herrschen andere Gesetze. Diese sind “härter”. Weil die deutlich kleineren Bildschirme weniger Suchergebnisse anzeigen. Somit zielen informierte Webmaster darauf ab, in den ersten drei Suchergebnissen zu landen. Dadurch erhöhen sie ihre Chancen auf Webseitenbesucher. Darin liegt das Geheimnis der Long-Tail-Keywords. Auch wenn sie über deutlich weniger Anfragen verfügen, zeichnen sie sich durch höhere Rankingchancen aus. Sie ermöglichen im Vergleich zu oberflächlichen Suchbegriffen einen Spitzenplatz.

9. Optimierung von Google Places durchführen – und profitieren

Ortsbezogen. Auf diese Art laufen in der Regel mobile Suchen ab. Google ignoriert diese Kleinigkeit mit einer grossen Wirkung – nicht. Deshalb bindet die Suchmaschine überwiegend Suchtreffer aus der eigenen Branchensuche Google Places ein. Allerdings ist dieser Dienst keineswegs ohne eine gesonderte Anmeldung möglich. Unternehmer tragen neben der Adresse auch Beschreibungstexte und Bilder ihrer lokalen Geschäfte ein. Um den Nutzern “sichere” und “zuverlässige” Ergebnisse zu bieten, führt Google eine spezielle Verifizierung durch. Somit stellt der Dienstleister fest, wer tatsächlich der Inhaber des jeweiligen Geschäfts ist. Gerade im Bereich Mobile SEO spielen lokale Suchanfragen eine zentrale Rolle, da diese meist unterwegs getätigt werden. Deshalb fungiert die Optimierung des Internetauftritts bei Google Places als integraler Bestandteil der mobilen SEO-Strategie. 

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10. Links und Navigationen an mobile Endgeräte anpassen

Auch wenn sich eine Mehrheit der Webseitenbetreiber keine Sorgen über die externen Links, die ihre Webseiten betreffen, macht, lohnt sich eine korrekte Konsolidierung der Verlinkungen. Ebenso sollten diese Links gezählt werden für die mobilen Seitenversionen. Das gilt lediglich solange, bis die kanonischen Tags deutlich sind. Bei internen Links hingegen wäre eine mangelnde Beachtung fahrlässig. Denn bei diesen müssen Webmaster überprüfen, ob sämtliche Links auch auf der mobilen Webseitenversion einwandfrei zur Verfügung stehen. Breadcrumbs überspringen die mobilen Seiten, um mehr Platz zu bieten. Dabei stehen Breadcrumbs für einen positiven Nutzer-Effekt. Google profitiert von diesen ebenfalls. Ausgewählte Onlineauftritte wählen für ihre mobilen Endgeräte ein kleineres Webseitenmenü. Diese Wahl kann sich jedoch auf das Google-Ranking auswirken, weil sich dadurch der PageRank-Fluss des Onlineauftritts ändert.

11. Responsive Design ist der Schlüssel zum Erfolg

Obwohl das Jahr 2021 begonnen hat, weisen – nach wie vor – zahlreiche Webseiten getrennte URLs für Mobile- und Desktop-Versionen auf. Als gutes Beispiel für diesen Sachverhalt dient die m.domain.tld.-Lösung. Leider ist das nicht der korrekte Weg. Er führt zu Fehlern, einer minderwertigen Performance und Problemen. Obwohl Google momentan noch derartige Seitenkonfigurationen unterstützt, stellen diese keine ideale Lösung dar. Aus diesem Grund fungiert ein responsives Design als erprobter Schlüssel zum Erfolg. Denn es passt sich in Abhängigkeit von der Device-Grösse an den Platz an, der zur Verfügung steht.

Fazit

Mobile SEO stellt Webmaster vor besondere Herausforderungen, weil ihnen eine geringere Bildschirmgrösse zur Verfügung steht. Zudem besteht das Ziel nicht mehr darin, in den Suchergebnissen einen der Top Ten Plätze zu ergattern, sondern unter den Top 3 Treffern bei Google zu landen.  Zudem müssen sie ihre Keywords überprüfen und gegebenenfalls auf Long-Tail umstellen, denn diese erhöhen den Erfolg. Unternehmer, welche das Google Mobile-First Indexing aussen vorgelassen haben, müssen sich spätestens im März 2021 an die Bedingungen der mobilen Suchmaschinenoptimierung anpassen. Ansonsten gehen sie im Meer der Konkurrenz unter – schlimmstenfalls verloren. Die mobile Suchmaschinenoptimierung verdrängt die klassische Version des SEO, weil die Nutzer von den Desktop-Versionen zu den mobilen Webseiten wechseln. Darin liegt jedoch die Hauptaufgabe der Suchmaschinenoptimierung: sich an die Bedürfnisse der User anzupassen.