E-Mail Marketing Agentur

Was ist E-Mail Marketing?

Die Grundlagen des E-Mail Marketings Teil 1

Okay - was ist nun E-Mail Marketing?

Die Grundlagen des E-Mail Marketings Teil 1

Im Zuge der Digitalisierung rücken nicht nur die allgemein bekannten Social Media Plattformen wie etwa Instagram, Facebook oder Twitter immer mehr in den Vordergrund, sondern auch das E-Mail-Marketing. Gerade für Unternehmen, seien es rein digitale oder klassische Unternehmen, die physische Produkte verkaufen, ist ein gut funktionierendes Marketing in digitaler Form in der heutigen Zeit unentbehrlich, wenn es auf Dauer bestehen soll.

 

Das E-Mail-Marketing stellt einen der Marketing-Kanäle dar, der besonders profitabel und optimierungsfähig ist sowie einen sehr grossen Wirkungskreis erzielen kann. Alle Menschen rund um den Globus, die heute wie selbstverständlich in den verschiedenen Sozialen Netzwerken unterwegs sind, besitzen mindestens eine E-Mail-Adresse. Und nutzen diese sogar fleissig. Allein im Jahr 2017 haben 3,7 Milliarden E-Mail-Nutzer weltweit etwa 269 Milliarden Nachrichten verschickt (Quelle: Radicati). Und dabei ist nicht ausser Acht zu lassen, dass der E-Mail-Verkehr noch einiges an Luft nach oben hat. Jährlich wächst dieser um ca. vier Prozent, und das in Zeiten vieler weiterer Möglichkeiten des Nachrichtenversendens.

 

Das E-Mail-Marketing ist aber nicht nur im B2C-Kontext (Business-to-Consumer) sinnvoll einsetzbar, also für Geschäfts- und Kommunikationsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen, sondern ebenfalls im B2B-Kontext (Business-to-Business) zwischen zwei oder mehreren Unternehmen.

 

Dass das E-Mail-Marketing vor allem im Bereich der Neukundengewinnung, aber auch für die Umsatzsteigerung aus Bestandkunden besonders profitabel ist, liegt unter anderem an dem Tausend-Kontakt-Preis (TKP). Diese Kennzahl stellt den Geldbetrag dar, der eingesetzt werden muss, um bei einer Werbemassnahme 1000 Personen einer bestimmten Zielgruppe zu erreichen. Der TKP einer E-Mail liegt dabei im Regelfall unter den Angeboten von Werbenetzwerken bei weniger als einem Franken.

 

Das E-Mail-Marketing stellt also ein sehr effektives, auf hohe Reichweite spezialisiertes und dabei noch kostengünstiges Marketing-Tool dar, welches dabei helfen kann, sich stärker am Markt zu etablieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

Grundlage des E-Mail-Marketings: Kundendaten

Der erste Schritt, um überhaupt ein E-Mail-Marketing betreiben zu können, ist natürlich das Vorhandensein von entsprechenden Kundendaten, also primär den E-Mail-Adressen. Diese Adressen sind erforderlich, da ansonsten kein Kontakt zu Bestandskunden oder potenziellen Neukunden hergestellt werden kann. Denn eine breitgefächerte Kommunikation ist hier nicht so einfach möglich wie beispielsweise auf Social Media Plattformen.

 

Der vorhandene Datenpool muss in erster Linie qualitativ hochwertig, das heisst vollständig und fehlerfrei sein. Andernfalls können E-Mail-Adressen nicht oder nur in Teilen verwendet werden. Eine Aufarbeitung der Datenlage kann in verschiedenen Bereichen innerhalb eines Unternehmens erfolgen. Meist gibt es unterschiedliche Datensätze aus verschiedenen Abteilungen wie etwa dem Vertrieb, dem Kundenservice, dem Newsletterbereich oder dem Online-Shop, die erst einmal genauer unter die Lupe genommen werden sollten. Natürlich können die vorhandenen Daten nicht einfach zusammengeschmissen werden, sondern es sollte überprüft werden, woher die Datensätze stammen und ob eine Nutzung für etwa Werbemassnahmen überhaupt zulässig ist. Ist die rechtliche Situation, die in einem späteren Blog noch ausführlich erläutert wird, geklärt, kann mit der Aufbereitung der Datensätze begonnen werden.

 

Möglichkeiten der Datenaufbereitung

Eine gewissenhafte Aufbereitung des Datenpools ist unabdingbar für ein effektives E-Mail-Marketing. Ohne korrekte E-Mail-Adressen kann ein zuvor mühevoll erarbeitetes Marketingkonzept schnell in sich zusammenfallen, da eine Kontaktaufnahme so unmöglich ist. Für die Überprüfung der Qualität von Datensätzen gibt es verschiedene Methoden.

 

Eine davon ist die manuelle Bearbeitung, die bei einer sehr grossen Datenbank jedoch kaum zu realisieren sein dürfte. Hierbei können durch eine einfache Durchsicht der vorhandenen Daten bereits einige Fehler aufgedeckt werden. Ein Beispiel hierfür sind typische Zeichendreher, die den Kunden beim Eintragen der E-Mail-Adresse unterlaufen, wie etwa „.ed“, „cmo“ oder auch das Vergessen des @-Zeichens. Eine weitere Möglichkeit, um häufige Fehler aufzudecken, ist die Verwendung von Excel und entsprechenden Filterfunktionen.

 

Für eine korrekte Ansprache der Kunden kann es von Vorteil sein, das jeweilige Geschlecht zu kennen, da vor allem potenzielle Kunden jüngeren Alters im B2C-Kontext häufiger mit dem Vornamen angesprochen werden möchten und Kunden im B2B-Kontekt eine förmliche Ansprache mit „Sehr geehrte/r Herr/Frau“ bevorzugen. Die vorhandenen Datensätze beispielsweise können durch kostenlose Vornamen-Datenbanken, die in Verbindung mit Excel genutzt werden, um das Geschlechtsmerkmal ergänzt werden. So können die Kunden persönlich und direkt angesprochen werden.

 

Gibt es in einer vorhandenen Datenbank inaktive Kontakte, die bereits nachweislich seit längerem keine Reaktion mehr zeigen, sollten diese entfernt werden, um die Qualität eines Verteilers zu steigern. Für die Verwendung von bestimmten E-Mail-Tools kann nämlich ein bereinigter Verteiler Voraussetzung dafür sein, um aus dem Vollen schöpfen zu können.

 

OneLine-Blog-E-Mail-Marketing-1200x328px

 

Ziel des E-Mail-Marketings

Eine wichtige Frage, die bisher aber noch nicht gebührend beantwortet wurde, ist die über den Sinn und Zweck des E-Mail-Marketings. Mithilfe des E-Mail-Marketings können vor allem zwei elementare Ziele verwirklicht werden: die Umsatzsteigerung und die Erhöhung des Engagements.

 

  • Für die Steigerung des Umsatzes kann die E-Mail ein effektives Tool darstellen, wenn sie etwa für das Bewerben neuer Produkte oder absatzsteigender Aktionen wie Rabatte genutzt wird.

 

  • Für den Zuwachs des Engagements setzen vor allem Content-Webseiten und auch Software-as-a-Service-Anbieter, also Unternehmen, die IT-Infrastruktur und Software für Dritte als Dienstleistung zur Verfügung stellen, auf ein gut funktionierendes E-Mail-Marketing, um ihre Reichweite zu erhöhen und dadurch zu profitieren.

 

Für eine wirkungsvolle Verwirklichung dieser Ziele ist es jedoch grundsätzlich erforderlich, dass auf umfangreichere Daten zurückgegriffen werden kann als die reinen E-Mail-Adressen der Bestands- und Neukunden. Der Umfang und die Ausgestaltung des Datensatzes sind wiederum abhängig vom Ziel des Unternehmens: Umsatzsteigerung oder Erhöhung des Engagements. Hierbei kann es hilfreich sein, verschiedene Szenarien durchzuspielen und somit herauszufinden, welche Daten für die persönliche Zielerreichung erforderlich sein könnten.

 

1. Szenario

Im ersten Szenario ist das Ziel eine Umsatzsteigerung durch eine direkte Ansprache des Kunden und das Bewerben von für ihn relevanten Produkten. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass Daten über das Bestellverhalten der Kunden vorliegen. Fragestellungen in diesem Szenario beziehen sich etwa auf die Bestellhäufigkeit, die Art der Produkte, die gekauft wurden, wie viel Geld der Kunde durchschnittlich gezahlt hat oder wie lange der letzte Kauf zurückliegt. Wenn die entsprechenden Daten zu diesen einzelnen Sachverhalten vorliegen, können dem Kunden per E-Mail den persönlichen Bedürfnissen angepasste Angebote zugeschickt werden. Einige E-Mail-Tools bieten auch die Möglichkeit einer Schnittstelle zu bekannten Shop-Systemen, die eine Zusammenführung von Bestell- und Subscriber-Daten ermöglichen.

 

2. Szenario

Im zweiten Szenario geht es um eine weitere Möglichkeit der persönlichen Kontaktaufnahme zum Kunden: dem Versenden von Gutscheinen zum Geburtstag oder zur Honorierung der Loyalität. Wenn dies realisiert werden soll, sind sowohl das Geburtsdatum als auch das Datum der Registrierung oder des ersten Kaufs erforderlich.

 

3. Szenario

Das dritte Szenario richtet sich in erster Linie an Firmen, die ihr Engagement erhöhen möchten. Hierbei soll der Kunde direkt angesprochen und durch für ihn relevante Themen stärker an die Marke gebunden werden. Da dieser Bereich sehr individuell und vielfältig ist und die für die einzelnen Geschäftsmodelle erforderlichen Daten nicht pauschalisiert werden können, ist es sinnvoll, das Szenario an das jeweilige Unternehmen individualisiert anzupassen.

 

  • Für eine Content-Webseite etwa kann es hilfreich, Daten über das Verhalten der einzelnen Kunden aufzubereiten. Themen können hier die Vorlieben der Kunden zu bestimmten Kategorien, Autoren oder auch die Häufigkeit der Nutzung der Webseite sein.

 

  • Bei einem Software-as-a-Service-Anbieter sind insbesondere Informationen über das Nutzungsverhalten gegenüber den vorhandenen Angeboten relevant. Beispiele können die Nutzungshäufigkeit oder der -umfang sein.

 

  • Für App-Game-Anbieter können vor allem die durchschnittliche Spieldauer pro Woche, die Aktivität des Spielers sowie die bisher getätigten Käufe eine Rolle spielen.

 

Die individualisierte Ausgestaltung der Datenaufbereitung und -erfassung sowie die damit einhergehende beabsichtigte Kommunikation mit den Kunden ist in jedem Fall Voraussetzung für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing und sollte sorgfältig umgesetzt werden.

Kaffeetasse

Über E-Mail Marketing gibt es sehr viel zu reden.
Am besten mit einer Tasse Kaffee – oder?